
<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss version="2.0">
    <channel>
        <title>Kommentare für AKTUELL: Wälder, Wasser & Seen (Radio Blau)</title>
        <link>http://radioblau.podspot.de/post/aktuell-walder-wasser-seen/</link>
        <lastBuildDate>Sat, 19 May 2012 18:30:56 +0200</lastBuildDate>
        <generator>podhost.de - Hosting your podcasts</generator>
        <item>
            <title><![CDATA[Karl Heyde am 12.04.2008 000000m 01:30:07]]></title>
            <link>http://radioblau.podspot.de/post/aktuell-walder-wasser-seen/#comment579591</link>
            <guid isPermaLink="true">http://radioblau.podspot.de/post/aktuell-walder-wasser-seen/#comment579591</guid>
            <description><![CDATA[Ja wo liegt denn das Waldbad Connewitz ? Jedenfalls nicht an der Batschke (Flo&szlig;graben) aufw&auml;rts. Das Waldbad Connewitz lag an der Plei&szlig;e aufw&auml;rts und wenn mann, statt die Schleu&szlig;e zu bauen, das Geld in die Freilegung des Plei&szlig;em&uuml;hlgrabens, der zum gro&szlig;en Teil dem Lauf der historischen Plei&szlig;e folgt, freigelegt h&auml;tte, dann k&ouml;nnte man auch jetzt schon problemlos wie zu Lene-Voigts Zeiten von der Innenstadt zum Waldbad Connewitz fahren. Doch halt, das gibt es ja inzwischen auch nicht mehr. Es wurde abgerissen und aufgeforstet. Die Plei&szlig;e pl&auml;tschert aber nicht mehr, denn durch den R&uuml;ckstau des Connewitzer Wehres wurde ihre pl&auml;tschernde Wasserdynamik bezwungen, dem Fluss sieht man das Flie&szlig;gew&auml;sser kaum noch an und der angrenzende Auwald wurde seiner Grundwasserdynamik beraubt. Wenn man schon so von der Vergangenheit schw&auml;rmt, sollte man auch wissen was davon noch vorhanden ist.

Wo bittesch&ouml;n wurde eigentlich der Flo&szlig;graben verengt ? Oder gar Sedimente eingebracht ? Die Planungsunterlagen zum wassertouristischen Nutzungskonzept sowie zum Planfeststellungsbeschluss zum Wasserrecht des Cospudener Sees sowie das Sachgebiet Wasserwirtschaft im Amt f&uuml;r Umweltschutz behaupten da das glatte Gegenteil. Die Batschke wurde an Engstellen aufgeweitet, die Sohle des Flie&szlig;gew&auml;ssers teilweise um bis zu 60 cm eingetieft. Da wurden keine Sesimente oder Substrate aufgetragen, sondern in Gr&ouml;&szlig;enordnungen entfernt. Was man dabei v&ouml;llig vergessen hat, ist die Substratschichtung in der s&uuml;dlichen Aue zu ber&uuml;cksichtigen. Nach einer oberfl&auml;chlichen dichten Auelehmschicht folgt eine kiesreiche Schicht psotglazialer Elsterschotter, die gleichzeitig als Grundwasserleiter fungiert. Diese Schicht hat man angegraben und damit eine gro&szlig;e Anzahl von Kleingew&auml;ssern die als Lachen im historischen Batschkelauf liegen entw&auml;ssert. Die bisherige Abdichtung zu den Lachen ist verloren gegangen. WIr verzeichnen zur Zeit durch diese und andere Ma&szlig;nahmen des Amtes f&uuml;r Umweltschutz das gr&ouml;&szlig;te Trockenfallen von tempor&auml;ren Stillgew&auml;ssern in der s&uuml;dlichen Aue seit dem Stopp des Tagebaus Cospuden. H&auml;tter der NABU hier nicht im letzten Moment stop geschrieen, dann h&auml;tte dem s&uuml;dlichen Auwald als Auwald ein schleichender Tod bevorgestanden. Der Dolch der Stadt Leipzig hat l&auml;ngst zugestochen. Nun m&uuml;ssen mit gro&szlig;em finanziellem Aufwand die Sch&auml;den, die gleichzeitig Verst&ouml;&szlig;e gegen die Naturschutzgesetze und -richtlinien des Landes, des Bundes und der EU darstellen, behoben werden.
Und noch ein weiteres Problem hat man damit geschaffen. Im Bereich des Kl&auml;rwerkes Markkleeberg liegt die Grenzschicht zuwischen oberer Lehmschicht und darunter liegender Kiesschicht nun genau an der Wasseroberfl&auml;che. Beim kleinsten Wellenschlag wird das lockere Kiessubstrat ausgesp&uuml;lt und die Ufer sind nur von den bisherigen Pflegearbeiten der Firma reculta deutlich untersp&uuml;lt wurden. Letztendlich hat uns die Firma reculta mit einer fotgrafisch dokumentierten Geschwindigkeit von 12 bis 15 km/h und 10 cm hohen Wellen bewiesen, dass Planfeststellungsbeschl&uuml;sse mit vorgeschriebenen 6km/h im Auwald nicht wert sind, da kein Polizist mit Radarpistole dies jemals kontrollieren wird. Die Konsequenz kann deshalb nur lauten: Konsequentes Motorverbot in der historischen Batschke. Wer nicht mit Paddel, Ruder oder Staken sein Boot vorw&auml;rts bewegen will, muss der Batschke fernbleiben. Es gibt ja noch andere schiffbare Gewsser in Leipzig und im Karl-Heine-Kanal sind die Ufersch&auml;den bereits so gro&szlig;, da kommt es auf ein paar mehr auch nicht mehr an.
&Uuml;brigens bin ich der Meinung, dass die Mehrheit der Leipziger die Connewitzer Schleu&szlig;e nicht ben&ouml;tigt und f&uuml;r rausgeworfenes Geld h&auml;lt. Zumindest bei den Wander- und Naturfreunden habe ich massiven Zuspruch bei der Meinung und denke, auch eine Volksbefragung hierzu nicht  scheuen zu m&uuml;ssen. Die, die am Leipziger Auwald interessiert sind ben&ouml;tigen diese Schleu&szlig;e jedenfalls nicht, das Geld w&auml;re anderswo sinnvoller investiert.]]></description>
            <pubDate>Sat, 12 Apr 2008 01:30:07 +0200</pubDate>
        </item>
    </channel>
</rss>
